Donnerstag, Oktober 30, 2014

NEU: Anfragen und Produkte verwalten


Anfragen und Produkte verwalten
Wie ihr sicher bemerkt habt, war es in den letzten Wochen etwas ruhiger um die Kreativbühne. Und das hatte auch seinen Grund! Ich darf euch heute die wohl umfangreichste Erweiterung vorstellen, die wir seit Bestehen von Kreativbühne umgesetzt haben.

Was ist neu an den Kontaktanfragen?




Wir haben die Kontaktaufnahme zu den Fachvermietungen grundlegend überarbeitet. Nun könnt ihr die gesamte Kommunikation mit der Fachvermietung von der Anfrage bis hin zum Mietangebot in eurem eingeloggten Profil nachverfolgen.

Dieser Schritt war notwendig, da wir immer wieder vereinzelt Probleme beim Zustellen von E-Mailanfragen aufgrund überfüllter Postfächer oder Serverausfällen hatten. Mit dieser Lösung gehen nun keine Informationen mehr verloren. Des Weiteren wurden wir häufiger darauf angesprochen, ob es möglich sei seine Anfragen nachträglich einsehen zu können. Voilà - diese Möglichkeit habt ihr jetzt!

Darüber hinaus können Kontaktanfragen nun "als geschlossen" markiert werden. Eine geschlossene Kontaktanfrage bedeutet für uns nichts anderes, als dass sie erledigt bzw. abschließend beantwortet wurde. Hierdurch möchten wir sicherstellen, dass keine eurer Anfragen unbeantwortet bleiben. Solange eine Fachvermietung eine unbeantwortete und offene Anfrage in ihrem Postfach hat, wird sie regelmäßig darüber informiert.

Um die Vorteile des neuen Kommunikationstools nutzen zu können, müsst ihr euch nun in eurem Login-Bereich anmelden, um auf neue Nachrichten antworten zu können - so wie ihr das auch von Xing kennt.

Wozu soll ich meine Produkte anlegen?


Um euch das Anfragen mit immer dem gleichen Produkt zu erleichtern, könnt ihr eure Produkte inkl. Bild nun einmal anlegen und dann für mehrere Anfragen verwenden. Damit müsst ihr eure Bilder nicht für jede neue Anfrage auf eurem PC suchen und hochladen, sondern könnt sie direkt in eurem Profil auswählen. Der Screenshot zeigt euch, wie es aussehen wird.
 


Im nächsten Schritt möchten wir Fachvermietungen die Möglichkeit geben in euren Produkten zu suchen und euch direkt anzufragen. Ihr könnte also gepannt sein!

Das Layout einbisschen schlanker

Außerdem haben wir das Menü umgestellt, wenn ihr angemeldet seid. Damit ist die Homepage noch etwas übersichtlicher und ihr erreicht die relevanten Menüpunkte schneller.

Die neuen Funktionen sind seit heute online. Ihr könnt sie also gleich ausprobieren.

Was haltet ihr von unseren neuen Funktionen? Habt ihr noch Ideen, wie wir euch die Arbeit bei der Suche nach einer geeigneten Fachvermietung erleichtern können? Wir freuen uns auf euer Feedback - ganz nebenbei: Das Layout der Kommentarfunktion hier im Magazin ist jetzt auch schicker ;-)


Eure Anastasia & euer Harry

Donnerstag, Oktober 16, 2014

Preiskalkulation: 3 Strategien zum persönlichen Preis für Selbstgemachtes

Preise kalkulieren Selbstgemachtes

Die Frage der Preisgestaltung ist eines der Top-Themen, wenn es um den Verkauf von selbstgemachten Produkten geht. In diesem Zusammenhang fallen wohl am häufigsten die Stichworte Herstellungskosten, Personalkosten und Aufwand. Doch ist diese Kalkulation gerade im Handmade-Bereich umsetzbar?
In diesem Beitrag möchten wir euch eine Übersicht über 3 Strategien geben, die von diesen Begriffen teilweise abstrahieren und dennoch eine Preiskalkulation ermöglichen.

Strategie #1: Was sagt der Markt? 

Diese Strategie orientiert sich am Wettbewerb und vergleicht das eigene Produkt mit dem auf dem Markt. Dank der vielen Online-Marktplätze für selbstgemachte Produkte sind Wettbewerbsanalysen in Bezug auf den Preis und das Produkt nur noch einen Klick entfernt. Auch lassen sich auf Kreativmärkten und in Fachvermietungen konkrete Anhaltspunkte für einen Produktvergleich sammeln. Häufig werden dabei die Produktbeschreibungen und Optik des Produktes herangezogenen, weil sie zumindest Schätzungen zum Materialverbrauch und zur Qualität zulassen.

Für eine erste Schätzung für das eigene Produkt ist die Markbefragung sicherlich der richtige Weg. Ihr solltet allerdings nicht aus dem Auge verlieren, dass es sich dabei um einen intransparenten Markt handelt, bei dem eine wesentliche Frage nicht beantwortet wird: Wie hoch ist eigentlich der Gewinn, den der Kreative mit seinem Preis erzielt?

Ein Marktvergleich kann daher nur als Ausgangsbasis dienen, denn ihr wisst am besten, wie viel Zeit und Kosten ihr in das Produkt investiert habt. Wenn das Ziel also die Erzielung eines Gewinnes ist, bleibt eine eigene Kalkulation nicht aus. Vielmehr stellt sich darüber hinaus eine weitere Frage: Sollte ich das Produkt weiter produzieren oder sind die Preise am Markt bereits so niedrig, dass ich damit kein Geld verdienen kann? Ich denke hier gerade an selbst gehäkelte Topflappen, die es bereits ab 1 Euro zu kaufen gibt.

Strategie #2: Was brauche ich?

Das ist vielleicht die wichtigste Frage von allen: Wie viel Geld benötige ich jeden Monat, um so zu leben, wie ich es gerne tun würde? Von euren monatlichen Gesamtkosten ausgehend, lässt sich berechnen, wie viele Produkte ihr im Monat verkaufen müsstet und zu welchem Preis. Diese Aussage ist hier natürlich sehr einfach getroffen, doch gerade bei vielen und unterschiedlichen selbstgemachten Produkten müsste eine akribische und realistische Preiskalkulation durchgeführt werden.

Bei diesem Ansatz ist schließlich nicht die Frage relevant, wie hoch ihr euren Stundenlohn ansetzt, sondern wie viele Produkte ihr tatsächlich verkaufen könnt.

Strategie #3: Was hat mein Produkt zu bieten?

Bei dieser Strategie gilt es ehrlich zu sich selbst zu sein, denn die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal bei einem selbstgemachten Produkt entscheidet sehr stark über den Preis. Wenn euer Produkt sich abhebt - sei es durch den verwendeten Stoff, das Produktionsverfahren, das Aussehen oder das Produkt selbst - dann sollte dies im Preis definitiv berücksichtigt werden. Schließlich erhält der Kunde euer Produkt nicht überall.

Wenn ihr nach ehrlicher Reflexion aber feststellt, dass ihr eigentlich ein Produkt herstellt, für das es bereits andere Anbieter gibt, dann wird es sehr schwer werden, einen anderen Preis als den Marktpreis zu verlangen. Und mit ehrlicher Reflexion ermutige ich euch aus der Perspektive eines Kunden zu schauen. Wenn es für den Kunden keinen Unterschied gibt, dann hat er keinen Grund es unbedingt bei euch zu kaufen, es sei denn, ihr seid der Günstigste.

Die Marke "handgemacht" ist gegenüber der Industrieware sicher noch ein Alleinstellungsmerkmal. Dank der einfachen Verkaufsmöglichkeiten von selbstgemachten Produkten auf Kreativmärkten, Online-Marktplätzen und in Fachvermietungen produzieren jedoch immer mehr Menschen selbstgemachte Produkte, was wundervoll ist! Doch es hat eben auch den Effekt, dass es von diesen Produkten sehr viele gibt. Deswegen: Hebt hervor, was euer Alleinstellungsmerkmal ist. Denn je mehr ihr zu bieten habt, desto höher der Preis, den ihr verlangen könnt.

Ré­su­mé

Ihr habt nun drei verschiedene Wege zur Preisgestaltung kennengelernt. Letztendlich muss der Preis immer zum Kunden und vor allem zu seiner Kaufsituation passen. So gibt es Situationen, in denen der Kunde alle verfügbaren Informationen sammelt, bevor er einen Einkauf tätigt (dies ist insbesondere bei hochpreisigen Produkten der Fall). Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Situationen, in denen der Kunden keine Vergleiche anstellt, da es zu viel Aufwand im Verhältnis zu seinem Nutzen darstellt. Ihr findet diese Situationen sicher häufig auch in eurem Alltag, wenn ihr z.B. auf der Suche nach einem Geschenk für einen Freund oder Freundin seid. Ihr habt ein Budget (z.B. 15 €), sucht etwas "Besonderes" und benötigt es heute. In dieser Situation seid ihr vielleicht bereit auch 10 € für einen selbstgemachten Topflappen in einer Fachvermietung auszugeben, obwohl es ihn für 1 € online zu kaufen gäbe.

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, Produkte zu entwickeln, die zu einer bestimmten Kaufsituation passen? Oder habt ihr schon einmal ein bestimmtes Merkmal eines Produktes verändert oder weggelassen, um das Produkt in einem der Situation entsprechenden Preissegment zu verkaufen?

Lasst uns wissen, was ihr von den Preisstrategien  haltet? Welche denkt ihr ist die realistische?