Montag, Dezember 15, 2014

Man muss das Rad nicht neu erfinden! - Petita erzählt

Petita Nähen
Nähen: Das war schon immer die Leidenschaft von Susanne Scholz. In ihren Erfahrungen spiegeln sich Realität und Streben so sehr wieder, dass es ein Genuss ist von diesen zu lesen.

Liebe Susanne, erzähl uns doch kurz, worum sich deine Arbeit dreht und seit wann es dein Label Petita gibt? 

Petita wird in diesem Jahr schon 4 Jahre alt, wie schnell doch die Zeit vergeht. Zu Beginn habe ich nur ein Hobby gesucht und habe das Nähen wiederentdeckt, was ich schon in meiner Kindheit gemacht habe. Die ersten Figuren waren schon sehr abenteuerlich - aus meinem heutigen Blick. Nach und nach sind dann kleine Helferlein entstanden, welche Mut machen, Glück bringen, etc. Und da es immer mehr wurden, musste ich überlegen, was ich mit den Figuren machen kann. Zufällig bin ich auf Dawanda gestoßen und habe dort einen Shop eröffnet, ich hätte nie gedacht (aber gehofft), dass jemand MEINE Sachen kaufen würde. Der erste Verkauf war soooo toll! Ich habe mich wie ein SchneekönigIn gefreut!! Die nächsten folgten und Dawanda zeigte meine Sachen u.a im Newsletter etc. So konnte ich einige Helferlein in die Welt senden. Mit der Zeit habe ich immer wieder deren Äußeres verändert. Meine Nähfähigkeiten sind stetig gewachsen und so haben sich auch die Figuren angepasst. Seit 8 Monaten bin ich nun Mama und nähe nun Sachen für Kinder. Sternschnuppen, Kleidung, Decken, Utensilos für das Kinderbett, Familienkissen etc. Alles, was man gebrauchen kann. Die Figuren gibt es nicht mehr, ich bin ihnen entwachsen. Mir ist es wichtig, dass ich mich mit meinen Produkten identifizieren kann, damit ich hinter ihnen stehe.

Heutzutage träumen viele Kreative davon, ihre selbstgemachten Unikate verkaufen zu können. Wie hebst du dich mit deinen Produkten von Mitstreitern ab?

Ich achte immer darauf - wenn das vom eigenen Sortiment her geht, unterschiedliche Preisspannen und somit verschiedene Produkte zu haben. D.h. vom Schlüsselanhänger, über Kissen u Schlafsack- bis zur Kleidung ist vieles vertreten und spricht somit einen großen Personenkreis an. Gut ist auch, wenn die Kunden wissen, das man gewisse Produkte noch individualisieren kann - Farben - Grösse- Namen aufsticken lassen etc. 
Ich versuche nicht das Rad neu zu erfinden, aber Dinge zu verändern und gegebenenfalls zu verbessern :-). 
Petita Susanne Scholz

Verkaufst du deine Produkte auch online? Welche Vorteile bzw. Nachteile siehst du gegenüber dem stationären Handel?

Das Abheben wird zunehmend schwieriger, jedenfalls auf einer Plattform wie Dawanda sie anbietet. Dort tummeln sich viele Kreative auf einem kleinen Raum - da ist die Fachvermietung ein klarer Vorteil - da man dort noch etwas Unique ist. Zwar tummeln sich dort nicht so viele Leute, aber die Konkurrenz ist auch kleiner!

Auf welche Herausforderungen bist du gestoßen, als du noch ganz am Anfang standest und dein Kleinunternehmen Petita aufgebaut hast? 

Am Anfang empfand ich die ganzen Dinge, auf welche man achten muss, als sehr unübersichtlich und viel. Man kann nicht einfach nähen, die Sachen einstellen und diese verkaufen. Es muss alles beachtet werden - Verpackungsverordnung, CE-Kennzeichen, AGB, Impressum, kein Verstoß gegen Urheberrecht - was oft nicht so leicht ist, auch wenn man nichts kopiert...etc.
Da überlegt man schnell, ob sich das alles lohnt...man kann das nur machen, wenn das Herz dafür schlägt.

Du verkaufst deine Produkte u.a. in der Etagerie Offenbacham Main. Worauf achtest du, wenn du eine Fachvermietung für deine Produkte auswählst?

Ich muss sagen, mit der Etagerie verkaufe ich zum ersten Mal vor Ort bzw. via Fachvermietung - obwohl ich schon viele Anfragen hatte! Ich finde es toll, dass es für mich vor Ort ist. Somit kann ich einen Eindruck gewinnen und sehe, wo meine Sachen sind und wie sie angeboten werden - dazu kommt, dass ich dort gerne hingehe und immer wieder neue Leute treffe und auch mal hin und wieder auf einen Kunden stoße, dass ist toll.

Naja und das Konzept finde ich auch gut- da es nicht nur eine reine Fachvermietung ist! Folglich wird auch ein breiterer Personenkreis angesprochen, welche in den Laden kommen (Kurse, Events, Kaffee und Kuchen).

Worauf achtest du, wenn du eine Fachvermietung für deine Produkte auswählst? 

Das Preis- Leistungsverhältnis sollte und muss stimmen, da es sich sonst nicht lohnt! Ich finde, dass es eine gute Option ist, zu testen, was und wie seine Sachen bei den Leuten ankommen - ohne gleich viel zu investieren (Laden etc).

Wichtig finde ich auch ein ehrliches Feedback von den Besitzer zu bekommen - was sagen die Kunden zu meinen Sachen, was geht gut - was weniger, worauf sollte ich achten. Eine Vertrauensbasis sollte da gegeben sein.

Worauf achtest du, wenn du ein Fach in einer Fachvermietung dekorierst?

In der Etagerie dekoriere ich nicht, das wird gemacht! Was super ist, dass die Schaufenster und der Laden regelmäßig neu dekoriert werden. Somit sind die Produkte nicht nur im eigenen Fach/Stange- sondern auch mal im Laden/Schaufenster verteilt. Folglich können sie besser gesehen werden und alles ergibt ein harmonisches und professionelles Bild!

Bei Fachvermietungen gibt es häufig unterschiedliche Konzepte. Favorisierst du eines davon?

Einige nehmen nur eine Miete, andere nur eine Servicegebühr und Dritte wiederum beides. Ein festes Konzept favorisiere ich bis jetzt nicht! Für mich muss ich ein gutes Bauchgefühl haben, dass ist mir wichtig.

Susanne Scholz Nähen

Kreativ sein ist so ziemlich das Gegenteil von rational kalkulieren. Könntest du aus deinem Erfahrungsschatz einen Tipp geben,  worauf Kreative bei der Preisgestaltung ihrer selbstgemachten Produkte achten sollten?

Ja, die Preisgestaltung, das ist so ein Thema. Ich kenne das von mir: Man scheut sich oft "zu viel" zu nehmen, aber man darf nicht vergessen, dass es alles Handarbeit ist und alles geht von der eigenen Zeit ab! Ich weiß, der Zeitfaktor ist schwer zu berechnen und vorallem in den Zeiten der "super- Discounter-Angebote" kann man sich mit der Preisgestaltung echt schwer tun. Ich orientiere mich etwas an der Masse, schaue aber auch wie aufwendig das Produkt ist und man darf die zusätzlichen Arbeitsschritte (fotografieren, einstellen, Produkt beschreiben etc.) nicht vernachlässigen. Ich verlasse mich da auf mein Bauchgefühl, Erfahrung und frage mich, was würde ich zahlen? Ich sehe auch, dass manche Preise einfach illusorisch sind und die Sachen einfach nicht gekauft werden - aber zu günstig darf und sollte man auch nicht sein. Es ist eben noch immer Handarbeit! Kunden, welche sich auch entschließen, solche Artikel zu kaufen, wissen und schätzen dies auch in der Regel.

Was denkst du, welche Faktoren über den Verkauf von Selbstgemachtem im Einzelhandel entscheiden?

Im Moment geht der Trend schon zum Selbstgemachten, Fair produzierten und weg von der großen Massenproduktion. Ich denke, dass sind entscheidende Faktoren - außerdem ist es toll zu wissen, woher die Sachen kommen und man kann sie mit einem guten Gefühl einkaufen - und das spielt eine entscheidende Rolle beim Kaufverhalten.

Meine Inspiration...bekomme ich von überall her! Manchmal kommt sie wie ein Blitz, manchmal kommt sehr lange nichts...mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Ich empfehle Kreativen... Be different - das ist der Schlüssel zu einzigartigen und wirklich tollen Dingen.

Susanne Scholz

© Alle Bilder von Susanne Scholz

Dienstag, November 11, 2014

Endlich wissen, welche Produkte eine Fachvermietung sucht


Wäre es nicht schön, wenn man als Kreativer wüsste, welche Produkte eine Fachvermietung gerade sucht? Das haben wir uns auch gedacht und freuen uns sehr euch unser neues Feature vorzustellen: die Suche nach Produktwünschen! 

Was sind Produktwünsche?

Bei Produktwünschen handelt es sich um Produkte, an denen Fachvermietungen ganz besonderen Bedarf haben. Die Fachvermietungen können explizit ihre Produktwünsche bei uns eintragen, die ihr anschließend in den Suchergebnissen angezeigt bekommt.

Das soll euch vereinfachen, die richtige Fachvermietung für eure Produkte zu finden und den Geschäften die Möglichkeit bieten, ihr Sortiment passend zur Kundschaft zu erweitern.

Screenshot Kreativbühne Produktwunsch

Auf der Startseite könnt ihr nun zwischen den verschiedenen Hauptkategorien wählen. In den Suchergebnissen und auf den Profil-Seiten der Fachvermietungen werden euch die detaillierten Produktwünsche in diesen Kategorien angezeigt. Aktuell gibt es natürlich noch nicht besonders viele Produktwünsche, da die Funktion ganz neu ist. Wir hoffen allerdings, dass weitere Fachvermietungen diese Möglichkeit nutzen und wir so mit der Zeit viele weitere Kategorien auflisten werden.

Wie können Fachvermietungen ihre Produktwünsche eintragen?

Fachvermietungen können aktuell bis zu 3 Produktwünsche eingeben. Dazu gibt es drei Kategorien, die den Fachvermietern helfen sollen ihre Wünsche so konkret wie möglich zu formulieren. Der Screenshot unten zeigt es beispielhaft. Man kann entweder direkt seinen Produktwunsch eingeben und die möglichen Kategorien tun sich auf - oder man klickt sich Schritt-für-Schritt durch die Kategorien durch.



Jetzt wünschen wir euch viel Spaß beim Finden einer geeigneten Verkaufsfläche und natürlich viel Erfolg beim Weihnachtsgeschäft.

Eure Anastasia & euer Harry

Donnerstag, November 06, 2014

Wie wird man eigentlich DIY-Buchautorin?

Annette Diepolder Blüten
Annette Diepolder ist ein Multi-Talent: Sie ist Self-Made Designerin, Buchautorin und Mama. Und ganz nebenbei bemerkt, besitzt sie einen der schönsten Arbeitsplätze: ihren AtelierLaden im eigenen Garten! Im Interview erzählt sie, wie eins zum anderen kam...

Liebe Annette, erzähle uns, was du machst und wer du bist. Bist du über Umwege zu deinem Beruf gekommen oder wusstest du schon immer, dass du kreativ tätig sein möchtest?

Ich bin Annette und wohne in Villingen-Schwenningen. In meinem kreativen Atelier entstehen vielfältige Kreationen – von Deko über Schmuck bis hin zu Accessoires. Mein Repertoire ist sehr vielseitig und ich kann und will mich nicht auf ein bestimmtes Material oder Angebot festlegen. Selbstverständlich ist jedes Stück ein Unikat und wird in liebevoller Handarbeit von mir selbst hergestellt.

Ursprünglich habe ich nach dem Abitur BWL studiert und auch in diesem Beruf 10 Jahre in einem Industrieunternehmen gearbeitet. 1996 und 1998 kamen unsere beiden Töchter auf die Welt und im Erziehungsurlaub konnte ich mich wieder stärker meiner kreativen Leidenschaft widmen. Gebastelt, gestrickt, gehäkelt und vieles mehr habe ich schon immer sehr, sehr gerne. Durch den Umzug in unser Haus haben sich neue Räumlichkeiten ergeben und ich konnte mir ein eigenes kleines Atelier einrichten. Verkauft habe ich meine Kreationen zuerst nur im Bekanntenkreis. Einige Zeit später habe ich kleinere Ausstellungen in meinem Atelier organisiert und viele Workshops für Erwachsene und Kinder veranstaltet. So ist mein Atelier Schritt für Schritt gewachsen.

Seit dem 01.05.2009 führst du deinen AtelierLaden, den Kunden in deinem eigenen Garten finden. Wie reagieren Kunden auf dieses neuartige Konzept?

Meinen Kunden gefällt das AtelierLaden-Konzept sehr gut. Der AtelierLaden im Pavillon ist sehr gemütlich und vor allem die Vielfältigkeit des Angebots spricht die Kunden an.

Neben der Anfertigung von Unikaten und der Führung deines Atelierladens bist du zusätzlich Buchautorin von diversen Kreativbüchern. Wie bist du dazu gekommen „DIY-Schriftstellerin“ zu werden?

Ja, meine Autorinnentätigkeit kam vor einigen Jahren hinzu und ich muss sagen, es macht mir total viel Spaß. Außerdem ist es ein cooles Gefühl, wenn ich in den Buchhandlungen meine eigenen Bücher in den Regalen stehen sehe :).

Wie ich dazu kam: Ich hatte eine gute Idee, habe einige Modelle angefertigt und fotografiert. Die Fotos habe ich dann an verschiedene Verlage geschickt und mit dem Christophorus Verlag in Freiburg bin ich sehr schnell einig geworden.

Und übrigens: Seit etwa einem Jahr schreibe ich auch noch regelmäßig für die Zeitschrift „Mein Ländle“ die Bastel- und Deko-Rubrik. Hier entwerfe ich die Ideen, setze sie um, fotografiere sie und schreibe die Texte dazu. Das ist ein sehr spannendes und anspruchsvolles Projekt.

Annette Diepolder AtelierLaden

Wie lange dauert es ein solches Buch zu schreiben? Welche Etappen sind bei der Veröffentlichung eines Kreativbuches zu erfüllen?

Das kommt immer auf das Thema an. Mein umfangreichstes Projekt „Mit Freunden feiern“ zog sich über mehr als 1 Jahr hin, weil die einzelnen Kapitel verschiedene Jahreszeiten betrafen. Um alle Ideen möglichst authentisch zu zeigen, musste der richtige Zeitpunkt für die Fotos abgewartet werden.

Ansonsten dauert es ganz pauschal von der Idee bis zur Veröffentlichung so etwa ein dreiviertel Jahr.

Am Anfang steht natürlich immer die Idee für ein Buch. Anschließend wird überlegt wie umfangreich das Buch werden soll. Sobald die Rahmenbedingungen feststehen, kann die detaillierte Planung starten. Es wird das entsprechende Material ausgesucht, die Modelle werden hergestellt und alle Anleitungen geschrieben. Im Anschluss werden die Kreationen fotografiert und der Verlag bringt Bilder und Texte in das entsprechende Layout.

Wie schaffst du es diese Vielzahl an Projekten zu meistern? Wie viel Zeit investierst du im Durchschnitt für deine Projekte pro Woche?

Wie es so schön heißt – wer selbständig ist, arbeitet selbst und ständig... :) das trifft auch auf mich zu. Ich arbeite quasi den ganzen Tag an meinen Projekten, allerdings natürlich mit Unterbrechungen z.B. um zu kochen, Wäsche zu waschen, die Kinder zu chauffieren usw. Manchmal ist es schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen, aber mit der Unterstützung und dem Verständnis meiner Familie schaffe ich es sehr gut.

Neben dem Verkauf deiner Produkte im AtelierLaden nutzt du auch Online-Marktplätze. Welchen Vertriebsweg würdest du Kreativen empfehlen, um den Verkauf ihrer selbstgemachten Produkte zu testen?

Ich selbst finde einen Shop bei Online Marktplätzen ganz praktisch. Man kann auf vorhandene Strukturen zurückgreifen und auch einen Teil des Marketings übernimmt die Plattform. Um allerdings richtig erfolgreich zu sein, muss man schon mehr Zeit und Marketing reinstecken, aber das ist bei einem eigenen Onlineshop oder vor Ort im eigenen Laden ja auch nicht anders.

Welche Vermarktungsstrategien hast du selbst für deine Produkte gewählt und welche würdest du anderen Kreativen empfehlen?

Ich setze für mich auf verschiedene Vertriebswege. So verkaufe ich online über den Dawanda Marktplatz, andererseits natürlich vor Ort über meinen eigenen AtelierLaden. Des Weiteren nehme ich an verschiedenen Kunsthandwerkermärkten in der Region teil und ich habe auch schon einige Fachvermietungen ausgetestet. 
Annette Diepolder AtelierLaden

Für wie wichtig erachtest du den Faktor „Netzwerken“ beim Verkauf von Selbstgemachten?

Ein gutes Netzwerk ist sehr wertvoll. Zum Beispiel für meinem Atelierladen Blog versuche ich, mich mit anderen Kreativen auszutauschen, Gastbeiträge zu schreiben usw.

Als du dein Gewerbe angemeldet hast, welche Herausforderungen musstest du meistern?

Als ich 2001 mein Gewerbe angemeldet habe, bin ich einfach in das Rathaus gegangen und habe ein entsprechendes Formular ausgefüllt. Das war sehr einfach. Um die steuerlichen Aspekte muss ich mich glücklicherweise nicht kümmern, das macht mein Mann für mich. Ansonsten kann ich nur die Dawanda Hilfeseiten empfehlen. Dort wird gut beraten und es werden kompetente Ansprechpartner genannt.

Wie kalkulierst du den Preis für deine Produkte?

Ehrlich gesagt, mache ich meine Preise „aus dem Bauch“ heraus. Ich bin der Meinung, der Verkaufspreis eines selbstgemachten Produktes kann man nicht an der investierten Zeit messen, da die Produkte dann unerschwinglich wären. Außerdem spielt bei den Preisen auch noch die Verkaufsregion eine Rolle – in einer Großstadt kann oftmals mehr verlangt werden als in ländlichen Regionen. Also für mich ist es immer eine Mischkalkulation aus Materialkosten, investierter Zeit und dem Spaß am Tun.

Was denkst du, welche Faktoren entscheiden über den Verkauf von Selbstgemachtem?

Der Unikatcharakter eines Produktes spielt meiner Meinung nach eine sehr wichtige Rolle – Massenware ist out. Mit einem kreativen, selbstgemachten Produkt kauft man etwas besonders Einzigartiges und hebt sich ab.

In meinem AtelierLaden und auf Kreativmärkten mache ich oft die Erfahrung, dass der persönliche Bezug zwischen Kunde und Hersteller sehr wichtig ist. Wenn der Kunde weiß, welche Person und welches Konzept hinter einem Produkt steht, baut sich eine Beziehung auf und das Produkt ist nicht mehr anonym. 

Mein Tipp für Kreative….

Traut euch, probiert es aus und bleibt eurem ganz persönlichen Stil treu.

AtelierLaden Annette Diepolder


Alle Bilder © Annette Diepolder

Donnerstag, Oktober 30, 2014

NEU: Anfragen und Produkte verwalten


Anfragen und Produkte verwalten
Wie ihr sicher bemerkt habt, war es in den letzten Wochen etwas ruhiger um die Kreativbühne. Und das hatte auch seinen Grund! Ich darf euch heute die wohl umfangreichste Erweiterung vorstellen, die wir seit Bestehen von Kreativbühne umgesetzt haben.

Was ist neu an den Kontaktanfragen?




Wir haben die Kontaktaufnahme zu den Fachvermietungen grundlegend überarbeitet. Nun könnt ihr die gesamte Kommunikation mit der Fachvermietung von der Anfrage bis hin zum Mietangebot in eurem eingeloggten Profil nachverfolgen.

Dieser Schritt war notwendig, da wir immer wieder vereinzelt Probleme beim Zustellen von E-Mailanfragen aufgrund überfüllter Postfächer oder Serverausfällen hatten. Mit dieser Lösung gehen nun keine Informationen mehr verloren. Des Weiteren wurden wir häufiger darauf angesprochen, ob es möglich sei seine Anfragen nachträglich einsehen zu können. Voilà - diese Möglichkeit habt ihr jetzt!

Darüber hinaus können Kontaktanfragen nun "als geschlossen" markiert werden. Eine geschlossene Kontaktanfrage bedeutet für uns nichts anderes, als dass sie erledigt bzw. abschließend beantwortet wurde. Hierdurch möchten wir sicherstellen, dass keine eurer Anfragen unbeantwortet bleiben. Solange eine Fachvermietung eine unbeantwortete und offene Anfrage in ihrem Postfach hat, wird sie regelmäßig darüber informiert.

Um die Vorteile des neuen Kommunikationstools nutzen zu können, müsst ihr euch nun in eurem Login-Bereich anmelden, um auf neue Nachrichten antworten zu können - so wie ihr das auch von Xing kennt.

Wozu soll ich meine Produkte anlegen?


Um euch das Anfragen mit immer dem gleichen Produkt zu erleichtern, könnt ihr eure Produkte inkl. Bild nun einmal anlegen und dann für mehrere Anfragen verwenden. Damit müsst ihr eure Bilder nicht für jede neue Anfrage auf eurem PC suchen und hochladen, sondern könnt sie direkt in eurem Profil auswählen. Der Screenshot zeigt euch, wie es aussehen wird.
 


Im nächsten Schritt möchten wir Fachvermietungen die Möglichkeit geben in euren Produkten zu suchen und euch direkt anzufragen. Ihr könnte also gepannt sein!

Das Layout einbisschen schlanker

Außerdem haben wir das Menü umgestellt, wenn ihr angemeldet seid. Damit ist die Homepage noch etwas übersichtlicher und ihr erreicht die relevanten Menüpunkte schneller.

Die neuen Funktionen sind seit heute online. Ihr könnt sie also gleich ausprobieren.

Was haltet ihr von unseren neuen Funktionen? Habt ihr noch Ideen, wie wir euch die Arbeit bei der Suche nach einer geeigneten Fachvermietung erleichtern können? Wir freuen uns auf euer Feedback - ganz nebenbei: Das Layout der Kommentarfunktion hier im Magazin ist jetzt auch schicker ;-)


Eure Anastasia & euer Harry

Donnerstag, Oktober 16, 2014

Preiskalkulation: 3 Strategien zum persönlichen Preis für Selbstgemachtes

Preise kalkulieren Selbstgemachtes

Die Frage der Preisgestaltung ist eines der Top-Themen, wenn es um den Verkauf von selbstgemachten Produkten geht. In diesem Zusammenhang fallen wohl am häufigsten die Stichworte Herstellungskosten, Personalkosten und Aufwand. Doch ist diese Kalkulation gerade im Handmade-Bereich umsetzbar?
In diesem Beitrag möchten wir euch eine Übersicht über 3 Strategien geben, die von diesen Begriffen teilweise abstrahieren und dennoch eine Preiskalkulation ermöglichen.

Strategie #1: Was sagt der Markt? 

Diese Strategie orientiert sich am Wettbewerb und vergleicht das eigene Produkt mit dem auf dem Markt. Dank der vielen Online-Marktplätze für selbstgemachte Produkte sind Wettbewerbsanalysen in Bezug auf den Preis und das Produkt nur noch einen Klick entfernt. Auch lassen sich auf Kreativmärkten und in Fachvermietungen konkrete Anhaltspunkte für einen Produktvergleich sammeln. Häufig werden dabei die Produktbeschreibungen und Optik des Produktes herangezogenen, weil sie zumindest Schätzungen zum Materialverbrauch und zur Qualität zulassen.

Für eine erste Schätzung für das eigene Produkt ist die Markbefragung sicherlich der richtige Weg. Ihr solltet allerdings nicht aus dem Auge verlieren, dass es sich dabei um einen intransparenten Markt handelt, bei dem eine wesentliche Frage nicht beantwortet wird: Wie hoch ist eigentlich der Gewinn, den der Kreative mit seinem Preis erzielt?

Ein Marktvergleich kann daher nur als Ausgangsbasis dienen, denn ihr wisst am besten, wie viel Zeit und Kosten ihr in das Produkt investiert habt. Wenn das Ziel also die Erzielung eines Gewinnes ist, bleibt eine eigene Kalkulation nicht aus. Vielmehr stellt sich darüber hinaus eine weitere Frage: Sollte ich das Produkt weiter produzieren oder sind die Preise am Markt bereits so niedrig, dass ich damit kein Geld verdienen kann? Ich denke hier gerade an selbst gehäkelte Topflappen, die es bereits ab 1 Euro zu kaufen gibt.

Strategie #2: Was brauche ich?

Das ist vielleicht die wichtigste Frage von allen: Wie viel Geld benötige ich jeden Monat, um so zu leben, wie ich es gerne tun würde? Von euren monatlichen Gesamtkosten ausgehend, lässt sich berechnen, wie viele Produkte ihr im Monat verkaufen müsstet und zu welchem Preis. Diese Aussage ist hier natürlich sehr einfach getroffen, doch gerade bei vielen und unterschiedlichen selbstgemachten Produkten müsste eine akribische und realistische Preiskalkulation durchgeführt werden.

Bei diesem Ansatz ist schließlich nicht die Frage relevant, wie hoch ihr euren Stundenlohn ansetzt, sondern wie viele Produkte ihr tatsächlich verkaufen könnt.

Strategie #3: Was hat mein Produkt zu bieten?

Bei dieser Strategie gilt es ehrlich zu sich selbst zu sein, denn die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal bei einem selbstgemachten Produkt entscheidet sehr stark über den Preis. Wenn euer Produkt sich abhebt - sei es durch den verwendeten Stoff, das Produktionsverfahren, das Aussehen oder das Produkt selbst - dann sollte dies im Preis definitiv berücksichtigt werden. Schließlich erhält der Kunde euer Produkt nicht überall.

Wenn ihr nach ehrlicher Reflexion aber feststellt, dass ihr eigentlich ein Produkt herstellt, für das es bereits andere Anbieter gibt, dann wird es sehr schwer werden, einen anderen Preis als den Marktpreis zu verlangen. Und mit ehrlicher Reflexion ermutige ich euch aus der Perspektive eines Kunden zu schauen. Wenn es für den Kunden keinen Unterschied gibt, dann hat er keinen Grund es unbedingt bei euch zu kaufen, es sei denn, ihr seid der Günstigste.

Die Marke "handgemacht" ist gegenüber der Industrieware sicher noch ein Alleinstellungsmerkmal. Dank der einfachen Verkaufsmöglichkeiten von selbstgemachten Produkten auf Kreativmärkten, Online-Marktplätzen und in Fachvermietungen produzieren jedoch immer mehr Menschen selbstgemachte Produkte, was wundervoll ist! Doch es hat eben auch den Effekt, dass es von diesen Produkten sehr viele gibt. Deswegen: Hebt hervor, was euer Alleinstellungsmerkmal ist. Denn je mehr ihr zu bieten habt, desto höher der Preis, den ihr verlangen könnt.

Ré­su­mé

Ihr habt nun drei verschiedene Wege zur Preisgestaltung kennengelernt. Letztendlich muss der Preis immer zum Kunden und vor allem zu seiner Kaufsituation passen. So gibt es Situationen, in denen der Kunde alle verfügbaren Informationen sammelt, bevor er einen Einkauf tätigt (dies ist insbesondere bei hochpreisigen Produkten der Fall). Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Situationen, in denen der Kunden keine Vergleiche anstellt, da es zu viel Aufwand im Verhältnis zu seinem Nutzen darstellt. Ihr findet diese Situationen sicher häufig auch in eurem Alltag, wenn ihr z.B. auf der Suche nach einem Geschenk für einen Freund oder Freundin seid. Ihr habt ein Budget (z.B. 15 €), sucht etwas "Besonderes" und benötigt es heute. In dieser Situation seid ihr vielleicht bereit auch 10 € für einen selbstgemachten Topflappen in einer Fachvermietung auszugeben, obwohl es ihn für 1 € online zu kaufen gäbe.

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, Produkte zu entwickeln, die zu einer bestimmten Kaufsituation passen? Oder habt ihr schon einmal ein bestimmtes Merkmal eines Produktes verändert oder weggelassen, um das Produkt in einem der Situation entsprechenden Preissegment zu verkaufen?

Lasst uns wissen, was ihr von den Preisstrategien  haltet? Welche denkt ihr ist die realistische?

Donnerstag, September 25, 2014

Was ist besser: online oder stationär verkaufen? Ein Erfahrungsbericht von Stephanie Schick


Papierschmuck Stephanie Schick
Stephanie Schick hat sich ausprobiert. Mit dem Verkauf ihres Papierschmucks hat sie sowohl im Onlinegeschäft als auch im stationären Handel Erfahrungen gesammelt. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen und ihrem Mut, einen neuen Weg zu gehen.

Liebe Steffi, erzähl uns wer du bist und was du machst.

Mein Name ist Steffi und ich wohne in Ulm. In diesem schönen Städtchen, direkt an der Donau, entstehen die Ideen zu meinen Produkten. Jedes einzelne Produkt, das mit viel Liebe in meiner kleinen “Werkstatt” entsteht, ist einzigartig und macht mir unheimlich Freude.

Schon in der Schule wusste ich, es muss ein kreativer Beruf sein. Deshalb entschied ich mich für eine Ausbildung als Grafik-Designerin. Ich arbeite in einem Grafikbüro und habe tagtäglich mit Papier zu tun. Daraus ist auch die Grundidee, Dinge aus Papier zu entwerfen, entstanden. Im März 2011 habe ich mein Label „S.CHICK“ gegründet, für das ich nebenberuflich, mit viel Herzblut arbeite.

Wie viel Zeit investierst du im Durchschnitt für dein Gewerbe pro Woche?

Für S.CHICK arbeite ich durchschnittlich ca. 20 Stunden in der Woche. Mehr ist nicht möglich, da ich meinen Hauptberuf in Vollzeit ausübe. Für die Anfertigung der Produkte nehme ich mir meistens an den Wochenenden Zeit. Die organisatorischen Dinge werden dann unter der Woche erledigt, da diese meistens nicht so zeitintensiv sind wie das Entwerfen und Gestalten neuer Produkte. Für das Fotografieren, die Bildbearbeitung und die Artikelbeschreibung nehme ich mir sehr viel Zeit. Schließlich ist dies der erste Eindruck beim Onlineverkauf.

Auch meine Familie und Freunde sind mir sehr wichtig. Es ist nicht immer einfach, alles Anstehende zu meistern, aber normalerweise klappt es.
Stephanie Schick Papierschmuck verkaufen

Leider hast du keine gute Erfahrung mit Fachvermietungen gemacht. Was ist passiert?

Ich hatte im Sommer 2012 für 2 Monate ein Fach in Berlin gemietet. Da ich nicht Vorort sein konnte, hatte ich mit der Inhaberin telefoniert und alles vereinbart. Voller Erwartungen sendete ich einen ausgewählten Teil meiner Produkte nach Berlin. Es wurde dort alles schön eingeräumt. Den geplanten Städtetrip nach Berlin habe ich genutzt, um mir selbst ein Bild meines ersten Mietfachs zu machen. Ich war positiv überrascht von dieser kreativen Atmosphäre und deshalb auch sehr zuversichtlich, was den Verkauf meiner Produkte anbelangt.

Als ich nach 2 Monaten erfahren habe, dass kein einziger Artikel verkauft wurde, war die Enttäuschung groß. Ich bekam alle Artikel per Post zurückgesandt. Fast vier Wochen rührte ich keines meiner Schmuckstücke mehr an. Ich konnte mir nicht erklären, warum nichts verkauft wurde. Ich war völlig ratlos. Auch die Inhaberin wusste keinen Rat. Ich machte mir viele Gedanken, ob und wie es weiter gehen sollte. Dabei war ich fest entschlossen S.CHICK nicht aufzugeben.

Bisher hatte ich meine Produkte in keiner Fachvermietung mehr, aus Angst nochmals dieselbe Enttäuschung zu erleben. Ich möchte allerdings jedem empfehlen die eigenen Erfahrungen zu machen. Dabei aber auch mit einer eventuellen Enttäuschung zu rechnen.

Wie bist du anschließend vorgegangen, um deine Produkte zu verkaufen? Welche Vermaktungsstrategien hast du gewählt?

Nach dieser Erfahrung machte ich mir Gedanken, wo ich die richtige Zielgruppe für meine Produkte finde. Deshalb wollte ich es in den umliegenden Geschäften versuchen. Da meine „Ulmer-Spatzen-Broschen“ perfekt ins Ulmer Stadthaus passen, machte ich mich auf den Weg dort hin. Die Zuständigen waren begeistert und nahmen meine bunten Spatzen ins Sortiment auf. Die Gewinnspanne der Einzelhändler ist allerdings sehr hoch, somit war der Verkaufswert meiner Broschen sehr niedrig. Der Aufwand, die Idee und die kreative Arbeit wurden nicht angemessen honoriert. Aber um den Bekanntheitsgrad zu steigern, versuchte ich mein Glück trotzdem. Nach über 100 Verkäufen, war ich froh über diese Entscheidung. Ich denke gewisse Risiken gehören dazu um Erfolg zu haben.

Welche Erfahrungen hast du mit Kreativmärkten gemacht?

Auf Kreativmärkten ist die Kaufbereitschaft der Kunden sehr schwer einzuschätzen. Ich habe Märkte erlebt, die in einem Jahr einen super Umsatz brachten. Im darauf folgenden Jahr wurde, auf demselben Markt, so gut wie gar nichts verkauft. Wenn sich der Standplatz, das eigene Sortiment, das Alter der Besucher und natürlich die Anzahl der Besucher verändert, passt sich dementsprechend auch der Umsatz an. Somit kommt die Feststellung, ob sich der Markt gelohnt hat, immer erst am Ende.

Schmuck selbst gemacht verkaufen

Welche Erfahrung hast du mit deinem DaWanda Shop gemacht?

Meinen DaWanda-Shop habe ich schon seit Beginn von S.CHICK. Ich hatte DaWanda damals als Verkaufsplattform für kreative Produkte entdeckt. Eine Chance für kleine, junge Labels einen Traum zu verwirklichen. Die Grundidee von DaWanda, der Online-Marktplatz für Selbstgemachtes und Unikate, hat mich komplett überzeugt. Mittlerweile sind es bei DaWanda über 280.000 Hersteller und meine Meinung hat sich grundlegend geändert!! Handarbeit wurde durch industriell gefertigte Massenware und Materialien wie Stoffe oder Schmuckzubehör verdrängt. Laut DaWanda ist die Plattform ein Sprungbrett, um das eigene kreative Talent noch mehr zu nutzen und damit erfolgreich zu werden. Erfolgreich kann man damit meiner Meinung nach nicht mehr werden! Newsletterplatzierungen und LoveMag Anzeigen, die damals noch kostenfrei waren, sind mittlerweile unerschwinglich teuer. Auf der DaWanda Startseite werden immer dieselben Shops beworben! Das tägliche Einstellen von neuen Produkten hilft nicht mehr um potenzielle Käufer in den eigenen Shop zu locken. Die Meinung der kleinen, kreativen Shops zählt nicht mehr, DaWanda verdient an der Massenware. Der einst kreative Online-Marktplatz schlägt immer mehr den Weg in Richtung Ebay, Amazon und Co. ein.

Deshalb ist im November 2013 die Entscheidung für meinen eigenen Onlineshop gefallen. Die Ärgernisse bei DaWanda waren sozusagen der Hauptauslöser! Da ich in der Werbebranche tätig bin, war mir von Anfang an klar, dass es eine große Herausforderung sein wird, den eigenen Shop bekannt zu machen. Dass im eigenen Onlineshop keine steigenden Gebühren und Provisionen anfallen, sah ich als großen Vorteil. So haben auch die „Ladenhüter“ auf Dauer eine Chance verkauft zu werden. Das Sortiment kann ohne steigende Kosten wachsen.

Stephanie Schick Papierblumen

Hast du bei der Gestaltung und Programmierung der Homepage professionelle Hilfe in Anspruch genommen?

Mit Respekt vor der großen Herausforderung ging es los. Nach Absprache mit meinem Arbeitskollegen, der die Programmierung übernommen hat, gestaltete ich meinen Onlineshop selbst. Somit fielen für mich keine zusätzlichen Kosten an. Die Einpflege von über 120 Artikeln war die erste große Hürde. Nach viel Arbeit konnte ich am 01.07.2014 mit meinem eigenen Shop starten. Nun bin ich happy und sehr stolz die Onlinestellung geschafft zu haben.

Wer sich selbst einen Onlineshop aufbauen möchte, sollte sich natürlich über die Kosten für Gestaltung und Programmierung informieren. Je nachdem, welches Shopsystem verwendet wird, können die Kosten im dreistelligen oder im vierstelligen Bereich liegen. Ich würde allerdings unbedingt darauf achten, dass der Shop nach der Programmierung selber fortgeführt werden kann. Neue Artikel oder Kategorien sollte man selber anlegen können. Auch der eigenständige Austausch von Bannern und Bildern ist wichtig um fortlaufende Kosten zu vermeiden.

Als du dein Gewerbe angemeldet hast, welche Herausforderungen musstest du meistern?

Die Gewerbeanmeldung war bei mir problemlos. Man muss sich nur durch bürokratische Dinge schlagen und Formulare ausfüllen. Es gibt im Internet zahlreich Infoseiten. Z.B. unter http://www.fuer-gruender.de gibt es hilfreiche Tipps. Ich habe mich anfänglich im DaWanda Rechtsportal informiert.

Wie kalkulierst du den Preis für deine Produkte?

Die Preise für selbst gemachte Produkte zu kalkulieren ist schwierig. Klar werden Materialkosten, Ideen etc. im Verkaufspreis berücksichtigt. Den kompletten Arbeitsaufwand einzuberechnen ist nach meiner Erfahrung bei Handarbeitsprodukten nicht möglich. Der Verkaufspreis wäre definitiv zu hoch. Bei meinen Produkten lasse ich deshalb den Arbeitsaufwand außer Acht. Ein realistisches Preisverhältnis zwischen den einzelnen Artikeln ist mir wichtiger. So sollte z.B. der Preis für eine einzelne Papierblume im Vergleich zu einer Origami Uhr gerechtfertigt sein.

Was denkst du, welche Faktoren entscheiden über den Verkauf von Selbstgemachtem?

Wenn man sich mit selbstgemachten Produkten in der Onlinewelt bewegt, finde ich die Produktfotos sehr wichtig. Denn letztendlich entscheiden die Fotos über Gefallen oder Nichtgefallen. Natürlich sind auch der Preis und die Versandkosten ausschlaggebend. Bei meinen Produkten lege ich Wert auf gute Qualität und Langlebigkeit. Gerade Artikel aus Papier haben den Anschein zerbrechlich zu sein. Wer bei mir bereits eingekauft hat, wurde schnell vom Gegenteil überzeugt.

Mein Tipp für Kreative….

Kreativ werden ohne viel darüber nachzudenken klappt am Besten. ;-)

Stephanie Schick

Welche Erfahrungen habt ihr online und/oder stationär gemacht?